Autor: Cala

Rückblick Bretagne 2022, 1. Etappe, Tag 1-3, Paris, Plurien, Rennes und Forêt de la Brocaillande

In den nächsten Wochen werde ich hier unseren  Sommerurlaub in der Bretagne ein bisschen aufbereiten, nehme euch mit an viele schöne Orte und teile mit euch, was wir erlebt haben. Starten wir also mit den ersten  Etappen. 28.07.2022 – 29.07.2022 Rodgau – Paris, Paris – Plurien Start um Mitternacht, wir kommen sehr gut durch, die Hunde schlafen friedlich, Paris erreichen wir um 6 Uhr früh und parken am Gare de Lion. Der Versuch, in  Paris zu wiederholen, was wir vor Jahren in Florenz erlebt haben  (das einzigartige Erlebnis, eine pulsierende Touristenmetropole in den frühen Morgenstunden völlig entspannt und mit einzigartigem Zauber zu erleben), erweist sich als schwierig: Paris erwischen wir in einer Ecke, die frühmorgens extrem unattraktiv ist, nirgendwo findet sich ein gescheites Café und den Marktbeschickern beim Aufbauen zuzusehen, führt auch nur dazu, dass der als besonders attraktiv geltende Marché d’Aligre am Place d’Alligre uns ob der sehr zweifelhaften hygienischen Verhältnisse und dem wenig einladenden Umgang mit den Lebensmitteln (bis auf ein paar Ausnahmen) überhaupt nicht zum Einkaufen einlädt. Hungrig und voller Erwartung harren …

Dialog zwischen den Kulturen – mein Interview mit Mehmet Susever

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung.   Für das aktuelle Interview in meinem Podcast (Calas Welt – der Podcast, hier) bin ich im Dezember 2021 nach NRW gereist und habe in Bad Oeynhausen Mehmet Susever besucht – Unternehmer, Gärtner, Segler, Koch und Bäcker aus Leidenschaft. Ein Mann der in seinem Leben schon viele Visionen zum Leben erweckt hat und unermüdlich neue Ideen umsetzt. Im Interview berichtet er, wie er als Kind einer „typischen“ Gastarbeiterfamilie in Deutschland Fuß gefasst und seine Firma Nautical Elements aufgebaut hat. Mehmet erzählt, wie sein Traum von einem eigenen Segelschiff in Erfüllung gegangen ist, wie sich sein Leben nach einem Herzinfarkt im Jahr 2012 verändert hat und warum es ihm so wichtig ist, zu teilen und immer wieder Menschen mitzunehmen, die ihm auf seinem Weg begegnen. Mehmet ist sehr herzlich und zugewandt. Wir haben eine sehr schöne Zeit miteinander verbracht, in der er sich viel Zeit für uns genommen, die Türen und das Herz für uns geöffnet hat. Wenn du ein wirklich schönes Interview mit einem sehr interessanten Menschen hören möchtest, dann …

Paula Modersohn-Becker – Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert umfassende Retrospektive

Paula Modersohn-Becker, geboren am 08. Februar 1876 in Dresden als Minna Hermine Paula Becker, gilt gemeinhin als eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus. Ganz korrekt ist das jedoch nicht, denn tatsächlich greift sie Merkmale ganz unterschiedlicher Stilrichtungen auf. Trotz ihres frühen Todes hat Paula Modersohn-Becker ein umfassendes Werk hinterlassen, von dem die Schirn jetzt knapp 120 Exponate zeigt – die erste Ausstellung der Malerin in Frankfurt seit 1977. Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag, 1906 Öltempera auf Pappe, 101,8 x 70,2 cm Museen Böttcherstraße, Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen (c) Schirn_Presse_Modersohn-Becker_Selbstbildnis.jpg __________________________________________________________________ Paula Modersohn-Becker bekam früh Zeichenunterricht, besuchte dann aber auf Wunsch des Vaters zunächst ein Lehrerinnenseminar. Sie verbrachte viel Zeit in der Künstlerkolonie Worpswede bei Bremen, wo sie vor allem Mädchen und Frauen portraitierte. Sie hat dort allein rund 400 Bilder von Jugendlichen (meist Mädchen) geschaffen. Mehrere Aufenthalte in Paris, wo sie auch Unterricht nahm und die gerade erst für Frauen freigegebenen Aktklassen besuchte, beeinflussten ihr Werk. Ihr „Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag“ aus dem Jahre 1906 (Bild oben) gilt als das erste Akt-Selbstporträt einer …

Besessen vom Kochen und Essen – mein Interview mit Elisabeth Bronfen

Diese Beitrag enthält Werbung. Eine ganz tolle Frau hatte ich da als Interviewgast bei mir: Die in Zürich lebende ist Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen ist Professorin für Anglistik und Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich, außerdem Global Distinguished Professor an der New York University. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen in den Bereichen Gender Studies, Psychoanalyse, Literatur-, Film- und Kulturwissenschaften. Im Echtzeit-Verlag hat sie 2016 ein Kochbuch herausgebracht, das den schönen Titel „Besessen“ trägt und viel mehr ist als eine Sammlung von Rezepten. Wir sprechen über das Kochen und Essen als Leidenschaft, die Faszination für gute Lebensmittel, die Freude am Einkaufen auf Wochenmärkten und andere Leidenschaften. Den Podcast „Calas Welt“ findet du auf allen gängigen Podcast-Apps und über diesen Link: https://www.cala-kocht.de/?podcast=calas-welt-der-podcast-nr-70-besessen-vom-kochen-interview-mit-der-kulturwissenschaftlerin-und-buchautorin-elisabeth-bronfen

(Hör-)Buchempfehlung: Victoria Mas, Die Tanzenden

Werbung wegen Kooperation mit Osterwold audio Als „Nachklang“ zu Weltfrauentag möchte ich dieses wunderbare (Hör-)Buch empfehlen. Ich denke, wir Frauen sollten uns durchaus immer mal wieder bewusst machen, dass es gar nicht so lange her ist, dass wir praktisch keinerlei Rechte hatten und existentiell abhängig waren von dem Wohlwollen der Männer in unserer unmittelbaren Umgebung (Väter, Ehemänner, Brüder). „Die Tanzenden“ ist ein preisgekrönter Bestseller von Victoria Mas, der im vorliegenden Hörbuch ungekürzt hervorragend gelesen wird von der Schauspielerin Wiebke Puls. 438 Minuten reines Hörvergnügen… Wie viele andere Frauen, die nicht in das von Männern geprägte Bild passten, landet auch Eugénie im März 1885 in der Salpêtrière, der berühmten psychiatrischen Anstalt von Paris, wohin man gerne auch Frauen „wegdekorierte“, die man daheim – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr haben wollte. In vielen Fällen waren diese Frauen weder geistig noch körperlich krank, sondern erfüllten einfach nicht die gängigen Klischees und Erwartungen der Gesellschaft. Andere sind Opfer von männlicher Gewalt, die man – statt die Männer zu Rechenschaft zu ziehen – einfach in eine Anstalt …

Meine Welt am Mittwoch, 04. November 2020

Zwei Monate ist es jetzt her, dass wir Seni gehen lassen mussten und es fühlt sich immer noch falsch und unwirklich an. Noch immer stehen viele Sachen von ihr bei uns so, wie an ihrem letzten Tag und es fällt mir ungeheuer schwer diese Erinnerungen auf- oder wegzuräumen. Heute habe ich es endlich geschafft, die Box sauber zu machen, in der wir sie zur Einäscherung nach Darmstadt gebracht hatten und in der sie dort ein paar Tage gelegen hat. Sie stand erst lange mit einer Kerze und Blumen bei uns auf der Terrasse, bis das Wetter schlechter wurde und wir sie in die Garage gebracht haben. Die Decken konnte ich dann nach einer Weile (aber unter großen Schmerzen…) immerhin mal waschen, die leere Box stand wochenlang weiter in der Garage – ohne Sinn und ohne Nutzen, aber es kostet mich unglaublich viel Überwindung, diese Sachen zu verräumen, statt sie als Erinnerungen überall stehen zu haben. Letzteres wäre mir lieber, macht aber aus praktischen Gründen aber nicht wirklich viel Sinn. Und trotzdem kann ich nur portionsweise …

In unendlicher Dankbarkeit – Seni 03/2003 – 04.09.2020

„Seelenhunde hat sie jemand genannt – jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege. Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen.“ Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz. Meine Welt hat ihren Glanz verloren und ich einen Teil meiner Seele. Alles, alles hätte ich getan, um dich nicht hergeben zu müssen. Und doch ist da neben der unfassbaren Trauer und diesem verheerenden Schmerz eine unendlich große Dankbarkeit für die vielen, vielen Jahren und zig-fach „Nachschlag“… Ich weiß, dass du nicht gehen wolltest und wir haben bis zuletzt jeden noch so kleinen Zipfel vom Glück gepackt und zusammen das Leben geliebt. Mein tapferes, wunderschönes, unendlich geliebtes kleines Mädchen.

meine Welt im Januar & Februar

…ausgelesen… Anne Frank Tagebuch (Fischer Verlag) Anne Frank die letzen sieben Monate (Fischer Verlag) Auf Instagram habe ich ja schon mehrfach gepostet, dass ich seit meinem Besuch im Anne-Frank-Haus in Amsterdam im Dezember nochmal völlig im Bann dieser Geschichte stand…     …weitergelesen… Ich glaube ich sagte es schon: dieser Ortheil liest sich für mich zäher als diee anderen, auch wenn er toll ist und es unendlich viel zu entdecken gibt… …angefangen… Ja, nochmal Anne Frank, auch wenn ich merke, dass das Thema mich langsam auch wieder loslassen darf… Jetta Carleton ist das perfekte Buch für die S-Bahn. Die wunderschöne, kleine stoffbezogene Ausgabe aus dem KIWI-Verlag habe ich im Oxfam-Shop meines Vertrauens für 3 € erstanden… …was mir Freude gemacht hat… unser Podcast-Termin mit Jason und Mirco von Juterczenka (hier) der Besuch auf der diesjährigen Biofach (mehr dazu auf meinem Instagram-Kanal „Cala kocht“) …was ich empfehlen kann… Broadchurch (NETFLIX) Peaky Blinders (NETFLIX) Jasons Buch „(T)raumschiff Erde“ …was ich ausprobiert habe… …unseren Lieblings-Wochenmarkt in Aschaffenburg mit Bus & Bahn zu besuchen, statt das Auto zu benutzen …

neue Podcastfolge: Klimaschutz geht uns alle an – Interview mit Jason und Mirco von Juterczenka

In dieser Folge spreche ich mit Jason von Juterczenka, 14 Jahre alt, Asperger-Autist, Wissenschaftler und Klimaschützer und mit seinem Vater Mirco von Juterczenka. Die beiden haben jede Menge Projekte auf die Beine gestellt, unterstützen gemeinsam die Neven-Subotic-Stiftung, podcasten unter „Radiorebell“, haben zwei Bücher geschrieben und sind Menschen, die mit Leidenschaft für eine bunte, gerechte und tolerante Welt und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen kämpfen. Durch ihren persönlichen Einsatz zeigen sie, dass wir selber bei diesen Themen viel mehr gefordert sind, als wir es uns oft selber eingestehen möchten. Meinen Podcast – mit sämtlichen Shownotes – findest du hier und in allen gängenigen Podcast-Apps. Ich wünsche dir viel Spaß beim Hören und freue mich sehr über Feedback – gerne hier über die Kommentar-Funktion.